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Gefahrenquellen Strom

Strom gilt als gefährlich. Wir lesen regelmäßig in der Zeitung von Unfällen im Umgang mit Elektrizität. Wohnungen brennen als Folge eines Kurzschlusses ab und Jugendliche bekommen einen Stromschalg, wenn sie auf Bahnhöfen spielen und dabei mit der Oberleitung in Kontakt kommen. Nicht selten verletzen sich Heimwerker bei erforderlichen Reperaturen.

Die Ursache solcher Unfälle ist jedoch nicht der Strom als solcher, sondern der unsachgemäße Umgang mit diesem. Die Gefahr, beim Heimwerken einen Stromschlag zu erhalten, lässt sich durch eine ganz einfache Sicherheitsmaßnahme ausschließen: Sobald in irgendeiner Weise ein Kontakt mit stromführenden Geräten möglich ist, wird vor Beginn der Tätigkeit die Hauptsicherung ausgeschaltet. Ganz konsequent gilt diese Regelung bereits beim Auswechseln einer Glühbirne. An der elektrischen Hausinstallation darf aus Sicherheitsgründen nicht selber geschraubt werden; ebenso ist die Verlegung elektrischer Leitungen im Haus ausschließlich Aufgabe des Fachbetriebes.

Kurzschlüsse mit ernsten Folgen entstehen meistens nicht aus heiterem Himmel, sondern haben sich angekündigt. Üblicherweise funktioniert ein Sicherheits – Mechanismus, der die Sicherung deaktiviert, sobald ein Gerät einen Kurzschluss verursacht. Manchmal ist das Gerät danach defekt und muss ausgetauscht werden. Dieses Folge eines Kurzschlusses ist ideal. Weniger ideal ist, dass sich viele Geräte weiterhin benutzen lassen und dann mehrfach einen Kurzschluss verursachen. Irgendwann wird der Sicherheits – Mechanismus nicht funktionieren und der Kurzschluss wird einen Brand verursachen. Darum sind alle elektrischen Geräte, die einmal einen Kurzschluss verursacht haben, umgehend zu entsorgen.

Ein Kurzschluss wird nicht immer von einem einzigen Gerät, sondern häufig auch durch Überlastung ausgelöst. In diesem Fall muss natürlich kein Gerät entsorgt, sondern die Anzahl der gleichzeitig verwendeten Geräte an die Kapazitäten der Anlage angepasst werden. Im Handel werden Steckdosenleisten angeboten, durch deren Nutzung sich die Anzahl der an eine installierte Steckdose angeschlossenen Geräte erhöhen lässt. Derartige Mehrfachstecker verführen jedoch dazu, die mögliche Leistung eines Anschlusses überzustrapazieren. Gute und mit dem erforderlichen Prüfzeichen versehene Steckerleisten verursachen in diesem Fall die Deaktivierung der Sicherung. Leider werden zunehmend billige Steckerleisten verkauft, bei denen dieser Schutz nicht funktioniertt, woraus Brände resultieren können.

In manchen ländlichen Gebieten sind noch immer einige Anlagen vorhanden, bei denen der Verbraucher den Überlastschutz eigenständig entfernen kann. Dies darf auf keinen Fall geschehen, da dieser zu den wichtigsten Maßnahmen gehört, mit denen Elektrizität sicher gemacht wird.

Kinder erforschen gerne ihre Umgebung und stecken dabei auch mal den Finger in die Steckdose. Hierbei können schwere Verletzungen auftreten. Vermeiden lassen sich diese einfach durch eine Kindersicherung.

Jugendliche müssen sich der Gefahren bewusst sein, die beim Spielen am Bahndamm bestehen und sich andere Spielplätze suchen.
Die meisten Gefahrenquellen, die zu Hause vorhanden sind, existieren auch auf der Arbeit. Allerdings werden einige Geräte dort überdurchschnittlich stark strapaziert, sodass sich ihre Lebensdauer verkürzt.

Hierzu gehört nicht zuletzt der Wasserkocher, welcher in der Büroküche nahezu ständig im Einsatz ist. Diese Geräte entwickeln nach einer sehr großen Anzahl von Gebrauchsstunden häufig die Schwäche, dass ihre Ausschalt – Automatik nicht mehr funktioniert. In diesem Fall ist die Anschaffung eines neuen Wasserkochers unvermeidlich.

Zu Hause und am Arbeitsplatz gilt zudem, dass Kabel, bei denen die Isolierung beschädigt ist, umgehend ausgetaucht werden müssen.
Im Auto kommt immer mehr Elektrizität zum Tragen. Neben der Fahrzeug – Elektronik werden vermehrt Unterhaltungsgeräte verwendet. Eine Überlastung der Batterie kann zu Ausfällen bei der Fahrzeug – Elektronik führen, aus denen leicht Unfälle resultieren.

Fahrzeugbrände sind durch schadhafte elektrische Geräte ebenfalls möglich.
Am wichtigsten beim Umgang mit Elektrizität ist die Vermeidung von Unfällen. Wenn es doch einmal zu welchen kommt, ist beim Löschen von Bränden Vorsicht geboten; direkt an der Brandquelle ist der Schaumstoff – Feuerlöscher gegenüber Wasser die sinnvollere Alternative.

Wer einen Stromschlag erhalten hat, muss umgehend von der Stromquelle getrennt werden. Ist das Unfallopfer bewusstlos, müssen geeignete Maßnahmen zur Wiederbelebung eingeleitet werden. Brandwunden behandelt der Ersthelfer mit Salben.

Unfälle mit Strom können zu sehr unterschiedlichen Verletzungen führen. Da diese durch den Laien nicht immer eindeutig erkennbar sind und zudem auch Herzschäden nicht ausgeschlossen werden können, ist immer ein Arzt zu rufen.